IT-Sicherheit

IT-Sicherheit für kleine Unternehmen: Was wirklich zählt

8 min Lesezeit · TCO Global Hamburg

Wenn Sie die Nachrichten lesen, könnte man meinen, dass jedes kleine Unternehmen kurz vor einem Cyberangriff steht. Die Realität ist weniger dramatisch, aber auch weniger beruhigend als viele denken: Kleine Unternehmen sind attraktive Ziele, gerade weil sie oft weniger geschützt sind.

Die gute Nachricht: Sie müssen kein Vermögen ausgeben, um sich ordentlich abzusichern. Die folgenden fünf Maßnahmen decken 90 Prozent der Risiken ab.

1. Endpoint-Schutz auf jedem Gerät

Jeder Computer, jedes Notebook, jedes Firmenhandy braucht einen aktuellen Endpoint-Schutz. Nicht den kostenlosen Windows Defender, sondern eine professionelle Lösung wie ESET Endpoint Security. Der Unterschied: Professionelle Lösungen erkennen nicht nur bekannte Viren, sondern auch verdächtiges Verhalten.

Die ESET-Lizenz ist bei unseren Managed-IT-Paketen im Seat-Preis enthalten. Für Unternehmen ohne Betreuungsvertrag kostet eine ESET-Lizenz etwa 3 bis 5 Euro pro Gerät im Monat.

2. Zwei-Faktor-Authentifizierung. Überall.

Das einfachste und wirkungsvollste Sicherheitsupgrade, das Sie heute noch umsetzen können. Selbst wenn jemand Ihr Passwort kennt, kommt er ohne den zweiten Faktor nicht rein. Aktivieren Sie 2FA mindestens für Microsoft 365, Ihr E-Mail-Konto, Online-Banking und alle Admin-Zugänge.

Das dauert pro Dienst fünf Minuten und verhindert den mit Abstand häufigsten Angriffsweg: gestohlene oder erratene Passwörter.

3. Backup nach der 3-2-1-Regel

Drei Kopien Ihrer Daten. Auf zwei verschiedenen Medien. Davon eine außer Haus. In der Praxis: Daten auf dem Server (Kopie 1), nachts auf ein lokales NAS gesichert (Kopie 2), zusätzlich in die Cloud repliziert (Kopie 3).

Entscheidend ist nicht nur, dass Sie sichern, sondern dass Sie regelmäßig testen, ob die Wiederherstellung funktioniert. Wir führen bei unseren Kunden regelmäßig Test-Restores durch.

4. Updates zeitnah einspielen

Die meisten erfolgreichen Angriffe nutzen bekannte Sicherheitslücken, für die es längst Updates gibt. Das Problem ist nicht, dass Hersteller zu langsam patchen. Das Problem ist, dass viele Unternehmen die Patches nicht zeitnah einspielen.

Vorsicht bei „alles automatisch updaten": Ein fehlerhaftes Windows-Update hat schon so manchen Server lahmgelegt. Wir testen Patches erst in einer kontrollierten Umgebung, bevor wir sie bei Kunden ausrollen.

5. Firewall richtig konfigurieren

Eine Firewall mit Standardeinstellungen ist besser als keine Firewall, aber nur knapp. Die eigentliche Arbeit steckt in der Konfiguration: Welche Ports sind offen? Welche Geräte dürfen wohin? Wir setzen Fortinet-Firewalls ein und konfigurieren sie individuell. Dazu gehört regelmäßige Pflege: Firmware-Updates, Regelwerk-Anpassungen, Log-Auswertung.

Für ein kleines Unternehmen mit 10 bis 30 Mitarbeitern brauchen Sie in den meisten Fällen kein SOC, keine KI-gestützte Bedrohungsanalyse und keine Cyber-Versicherung für 5.000 Euro im Jahr. Setzen Sie die fünf Maßnahmen oben sauber um.

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